Zum
zweiten Mal, das zweite Jahr in Folge,
genossen wir eine Fliegerwoche an der
spanischen Sonne. - Sonne pur, die ganze
Woche!
Mit
dem Wetter hatten wir wie im Vorjahr Glück,
wie sagt man - wenn Engel fliegen...
Schon
vom ersten Tag weg konnten wir fliegen.
Nach der Ankunft packten wir unsere Flügel
am Hausberg von Calpe, dem Toix, aus und
überhöhten den Startplatz schon
am ersten Tag! Nach einer längeren
Flugabstinenz zu Hause, wetterbedingt,
genossen wir dieses einmalige Gefühl
sehr intensiv.
Der
Col de Rates stand am zweiten Tag auf
dem Programm und erfüllte mit seiner
Thermik unsere kühnsten Erwartungen.
Als kleine Farbtupfer waren die Schirme
vom Landeplatz noch auszumachen. Suby
unserer Führer konnte den einmaligen
Bedingungen nicht widerstehen und verabschiedete
sich von seiner Gruppe und flog Richtung
Meer. Philipp zündete seinen Turbo,
machte sich schlank und folgte Suby, während
die andern sich an diesem Berg bestens
erfreuten. Philipp und Suby schafften
die unwegsame Strecke zum Meer in komfortabler
Höhe und "groundeten" nach einigen
Stunden am Landeplatz vom Toix, direkt
am Meer. Ihre Gesichter sprachen Gedichte!
Der
nächste Tag - ein schöner Tag!
Palomaret, ein Startplatz wie im Bilderbuch,
war das nächste Ziel. Wir waren bereits
verwöhnt und die Aufwinde etwas gehemmt.
Dann steuerten wir Guadalest an und einige
starteten wieder zu tollen Flügen
mit einer faszinierenden Aussicht auf
den Stausee. Die Regenfälle der vergangenen
Monaten füllten diesen See so voll,
dass die Landungen nicht sehr einfach
wurden.
Am
nächsten Tag fuhren wir nach Pena
Rubia im Landesinnern, wo mal intensiv
der Rückwärtsstart auf einer
Graswiese geübt werden konnte. Hier
erlebte ich einen tollen Flug mit Thermik
mitten über dem Flachland. Schön
wars, doch der Wind frischte am Startplatz
bis gegen 50 km/h auf, dass später
an einen Start nicht mehr zu denken war.
Nach
gutem Abendessen waren alle gestärkt
für einen längeren Flug am nächsten
Tag am Bernia. Schwacher Wind deutete
auf wenig Thermik. Zuerst wurde mit der
ganzen Gruppe der Startplatz von Ästen
gesäubert, dann gestartet. Wider
Erwarten ging Thermik vom feinsten ab.
Am Hang, wie auch mitten im Tal standen
die Schläuche und jeder konnte seinen
Flug nach belieben gestalten. Irene, Toni,
Suby, Philipp, Manfred, Rolf, Hans, Bifi
mit Bruder Hans-Joachim, alle konnten
die Krete überhöhen und wieder
verliessen uns Suby, Bifi zusammen mit
Philipp und machten Strecke. Gestartet
vom Bernia über den Toix mit Landung
vor dem Hotel.
Am
Morgen des letzten Tages waren noch Gleitflüge
von Cortina de Benidorm angesagt bevor
wir nach Sella fuhren und auch dort schönste
Thermik vorfanden.
Eine
Reise ging dem Ende entgegen, eine schöne
Reise, die alle fliegerisch wieder weiter
gebracht hat, mit tollen Flügen und
bester Gesellschaft. Ich wünschte
mir, jedes Jahr mit der selben Gruppe
reisen zu können. Ein Kompliment!
Es
wäre ebenfalls wünschenswert,
wenn sich alle Piloten etwas intensiver
mit dem Rückwärtsstart auseinander
setzen würden.
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